Sieben Tipps für entspanntes Reisen mit dem Auto

Foto: Texelart | Dreamstime.com
 

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Ob Sommer- oder Winterurlaub: Mit dem eigenen Auto zu verreisen bedeutet für viele vor allem eine gewisse Freiheit. Ungebunden und ohne auf Abfahrtzeiten, Zugausfälle oder den langwierigen Check-in am Flughafen Rücksicht nehmen zu müssen, können Zwischenstopps, Routen oder kurzfristige Änderungen jederzeit frei entschieden werden. Doch damit der Urlaub schon während der Anreise mit dem eigenen Fahrzeug erholsam ist, gilt es einiges zu beachten. Im Folgenden habe ich euch sieben Tipps für entspanntes Reisen mit dem Auto zusammengestellt.

Unliebsamen Überraschungen vorbeugen
Die Schreckvorstellung einer Reise mit dem eigenen Auto ist ganz klar die Panne unterwegs. Um zu vermeiden, dass der Urlaub mit Stress und Ärgernissen beginnt, weil das Auto auf der Strecke eine Panne erleidet, sollte möglichst direkt vor dem Urlaub ein gründlicher Check durchgeführt werden. Denn Pannen, die hätten vermieden werden können, gehören wohl zu den ärgerlichsten Urlaubsüberraschungen.

Um Schwachstellen des Reisegefährts festzustellen, sollte ein Hauptaugenmerk auf dem Motor liegen. Poröse Kabel sollten vom Profi ausgetauscht und Steckverbindungen kontrolliert werden. Die Flüssigkeitsstände wie Öl, Kühlermittel und der Scheibenwaschanlage geprüft werden. Die Beleuchtung sowie die Bremsbeläge- und Flüssigkeiten sollten ebenfalls einer genauen Prüfung unterzogen werden. Die meisten Autowerkstätten bieten spezielle Checks für den Urlaub an, während derer das Fahrzeug genaustens unter die Lupe genommen wird.

Richtiges Beladen will gelernt sein
Falsch beladene Autos können zur tödlichen Falle werden, denn Utensilien, die planlos im Auto verstaut werden, können im Falle von Unfällen oder starken Bremsmanövern zu Geschossen werden. Ein paar kleine Regeln können diese Gefahr eindämmen:

  • Schwere Gegenstände gehören prinzipiell nach unten, leichtere nach oben.
  • Da auch leichtere Dinge schwere Schäden anrichten können, sollte die Ladung in jedem Fall gut gesichert und im Idealfall mit Zurrgurten befestigt werden.
  • Wird viel schwereres Gepäck benötigt, sollte außerdem darauf geachtet werden, es möglichst gleichmäßig im Auto zu verstauen.
  • Achtung während der Fahrt: Schwere Ladung kann den Bremsweg deutlich verlängern.

Kostenfalle Sprit
Spritsparendes Fahren schont die Urlaubskasse und nicht zuletzt die Umwelt. Reifen, die einen geringen Rollwiderstand aufweisen, können bereits der erste Schritt zur spritsparenden Reise sein. Niedrigtouriges Fahren zahlt sich aus. Ein vorausschauender Fahrstil schont nicht nur den Tank, sondern auch die Nerven. Strom- und Spritfresser wie Klimaanlagen sollten nach Möglichkeit nicht ständig in Betrieb sein, denn diese belasten die Lichtmaschine und somit den Kraftstoffverbrauch. Während längerer Standphasen, beispielsweise in einem Stau, sollte der Motor abgeschaltet werden.

Stau umfahren und unerwünschte Umwege vermeiden
Staumelder ermöglichen es, längere Verkehrsstockungen von vorneherein zu umfahren. Die regionalen Radiosender halten ihre Hörer beispielsweise in regelmäßigen Abständen auf dem Laufenden, auch Apps für Smartphones (hier findet ihr einen Ratgeber über sichere Navi-Apps) sind eine Hilfe. Viele Navigationsgeräte sind mittlerweile ebenfalls mit ständig aktualisierten Staumelde-Funktionen ausgestattet. So hilft der elektronische Routenplaner nicht nur dabei, das Ziel sicher und auf schnellstem Wege zu erreichen, sondern zeigt auch empfohlene Umleitungsstrecken an, wenn ein Stau die Weiterfahrt behindert. Der Markt bietet außerdem verschiedene Apps für Smartphones, die teilweise kostenlos navigieren.

Mautgebühren mit einkalkulieren
Mittlerweile gibt es in einigen Ländern Europas eine Mautpflicht für Pkw. Damit keine überraschenden Kosten anfallen, sollte schon vor Reiseantritt recherchiert werden, ob auf der Reiseroute eine Gebühr anfällt. Gegebenenfalls kann so eine alternative Strecke gesucht oder die Kosten eingeplant werden. Ausführliche Infos zur Maut in Europa inklusive Preise findet ihr hier.

„Grüne Karte“ für den Versicherungsschutz
In 45 Ländern, zu denen unter anderem Deutschland, Dänemark und Frankreich zählen, ist die sogenannte „grüne Karte“ ein Nachweis über den Versicherungsschutz des Pkw und wird insbesondere bei Unfällen notwendig. Diese stellt der Versicherer vor Urlaubsbeginn auf Anfrage aus. Diese internationale Versicherungskarte sollte sich in jedem Fall im Gepäck befinden.

Bußgelder anderer Länder können abweichen
Bußgelder und Promillegrenzen anderer Länder unterscheiden sich mitunter stark von den gewohnten Richtlinien. Daher lohnt es sich auf jeden Fall, sich vorab darüber zu erkundigen. Damit das „Feierabendbier“ während des Urlaubs nicht zum Albtraum wird, sollte exakt auf die gesetzlichen Promillegrenzen geachtet werden. Betrunken zu fahren ist selbstverständlich überall verboten, doch die genauen Regelungen variieren von Land zu Land.

  • Deutschland: 0,5 Promillegrenze, Strafe ab 500 Euro
  • Österreich: 0,5 Promillegrenze, Strafe ab 300 Euro
  • Belgien: 0,5 Promillegrenze, Strafe ab 150 Euro
  • Dänemark: 0,5 Promillegrenze, Strafe ab einem Monatsverdienst
  • Schweiz: 0,2 Promillegrenze, Strafe ab 40 Tagessätzen
  • Schweden: 0,2 Promillegrenze, Strafe ab 40 Tagessätzen
  • Finnland: 0,5 Promillegrenze, Strafe ab 15 Tagessätzen
  • Frankreich: 0,5 Promillegrenze, Strafe ab 130 Euro
  • Griechenland: 0,5 Promillegrenze, Strafe ab 80 Euro
  • Großbritannien: 0,8 Promillegrenze, Strafe bis 5.517 Euro
  • Italien: 0,5 Promillegrenze, Strafe ab 500 Euro
  • Kroatien: 0,5 Promillegrenze, Strafe ab 90 Euro
  • Niederlande: 0,5 Promillegrenze, Strafe ab 350 Euro
  • Polen: 0,2 Promillegrenze, Strafe ab 145 Euro
  • Portugal: 0,5 Promillegrenze, Strafe ab 250 Euro
  • Spanien: 0,5 Promillegrenze, Strafe ab 500 Euro
  • Tschechien: 0,0 Promillegrenze, Strafe ab 100 Euro
  • Türkei: 0,5 Promillegrenze, Strafe ab 250 Euro
  • Ungarn: 0,0 Promillegrenze, Strafe ab 980 Euro
 
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